Das Problem der Gewalt

Von Dario Ergas

Man glaubt, das Problem der Gewalt sei ein Problem der Erziehung oder ein moralisches Problem, ein Problem der Gerechtigkeit, der ungerechten Verteilung der Ressourcen oder etwas, das die Wissenschaft lösen wird. An all dem ist etwas dran, aber es trifft nicht die geistige Wurzel der Gewalt, es wird nicht bedacht, dass es einer inneren Veränderung des Menschen und seiner Glaubensgrundsätze bedarf. Das kann man nicht durch einen moralischen Erlass, durch Gesetze oder durch wissenschaftlichen Fortschritt lösen. Ich beharre immer auf diesem Punkt, weil für die Planung von revolutionären Handlungen, für eine freie und gerechte Gesellschaft dieser Punkt für mich auf der Hand liegt. Die Glaubensvorstel­lung, der Mensch sei ein Mensch-Ding, ohne Absichten, etwas das man beherrschen und manipulieren kann, herrscht immer noch vor. Wir brauchen eine neue Art der Revolution, die im Laufe ihrer Entwicklung auch die Menschen verändert, die sie vorantragen. Andernfalls wäre es keine Revolution, sondern nur eine Wiederholung. Die einzig mögliche Aktionsform für diese Art der Veränderung ist die aktive Gewaltfreiheit.

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