Tanzen für den Frieden

2017.09.21 Peaceday 7

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Sterben für den Frieden

Mahatma Gandhi
Film von Arnaud Mandaqaran
Am 20. Januar 1948 verübte der fanatische Hindu Gopal Godse einen Mordanschlag auf Mahatma Gandhi, der jedoch fehlschlug. Zehn Tage später gelang seinem Bruder Nathuram, was Gopal nicht geschafft hatte: Er tötete Gandhi. Mehr als 50 Jahre danach zeigt die Dokumentation, wie Nationalismus und religiöse Konflikte Indien in die Unabhängigkeit begleitet haben und bis heute fortbestehen.
Mehr Informationen unter: http://www.phoenix.de/content/2468040

Vom ‚gerechten Krieg‘ zum ‚gerechten Frieden‘

Viele Menschen werden, wenn sie die Stichworte Kirche – Krieg – Frieden vernehmen, sich daran erinnern, dass immer wieder Soldaten mit kirchlichem Segen in den Krieg gezogen sind. ‚Mit Gott‘ stand auf den Schnallen von Uniformgürteln. Militärseelsorger beziehungsweise Feldprediger begleiteten die Soldaten in die Schlachten und ins Sterben, ermutigten die Schwankenden, stärkten die Ängstlichen, berieten die Angefochtenen und versuchten die Hinterbliebenen zu trösten. Pfarrer und Priester der einen Kirche Jesu Christi dienten in feindlichen Armeen. Wie war das möglich, wenn doch der Bergprediger des Evangeliums verkündet hatte: ‚Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.‘ (Mt 5,44f)
Die allermeisten Kirchen sind sich deshalb heute zumindest in vier Punkten einig: in der Verwerfung jedes Angriffskrieges, in der strikten Orientierung am Gewaltverbot der Charta der Vereinten Nationen, in der Ächtung aller Massenvernichtungsmittel und in der Forderung nach einem Abbau der Rüstungen. Sie sind sich auch darin einig, dass der Schutz der Menschenrechte unverzichtbarer Bestandteil jeder Friedensordnung sein muß. Daneben existieren in den verschiedenen Kirchen aber auch tiefgreifende Konflikte vor allem über die geeigneten Wege zum Frieden und zur Überwindung der Institution des Krieges. Diese Konflikte haben sich immer wieder in Auseinandersetzungen mit der Position der sogenannten Historischen Friedenskirchen und der radikalen Pazifisten (auch in nicht-christlichen Religionen) gezeigt. Der Grundkonflikt hat sich im 20. Jahrhundert in der Frage der Stellung der Christen zu Existenz und Einsatz von Kernwaffen dramatisch zugespitzt.
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